Insel Wollin, die größte Insel Polens

Insel Wollin

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Sie gilt als Pendant von Usedom – die größte Insel Polens bietet Urlaubern rund ums Jahr Möglichkeiten zum Wandern und Baden. Lernen Sie Land und Leute in entspannter, maritimer Atmosphäre kennen. Die reiche Geschichte der Insel und ihr vielseitiges Angebot, das vom Sightseeing bis zum Aktivurlaub reicht, garantieren abwechslungsreiche Ferien für Single, Paare und Familien. Jeder hat die Möglichkeit, seinen Interessen nachzugehen.

Der Nationalpark mit seinen verschiedenen Landschaftsformen ist der erste Meeresnaturpark Polens. Er bietet die Möglichkeit zur Beobachtung seltener Tiere. Im Freigehege warten sogar Wisente auf Ihren Besuch. Swinemünde, einst viertes Kaiserbad und drittgrößter deutscher Badeort an der Ostsee, besticht durch seinen weiten Sandstrand und eine beeindruckende Festungsanlage. In Misdroy können Sie die Seebrücke entlanglaufen und das Naturkundemuseum besuchen.

Statten Sie dem Slawischen Freilichtmuseum bei Wollin einen Besuch ab und gehen Sie auf Zeitreise zu den Ursprüngen der Besiedlung der Insel. Herrliche Seen finden Sie im Stettiner Haff, wunderschöne Ausblicke ergeben sich von der Küste auf die Ostsee hinaus. Verbringen Sie heiße Sommertage am Strand oder unternehmen Sie wunderschöne Herbstwanderungen, wenn die Saison vorbei ist. Erkunden Sie die Historie des Landes und hören Sie Geschichten von Seeräubern und Kaisern. Wandern Sie in den Dünen oder fahren Sie mit dem Rad die Stettiner-Haff-Route entlang. Wollin bietet Ihnen viel Raum für die Erfüllung individuelle Wünsche.

Von den Wikingern bis zu Napoleon 

Bis in die Bronzezeit lässt sich die Geschichte der Inselbesiedlung verfolgen. Germanen siedelten hier, später kamen die Slawen. An den vielen Seen und Flüssen entstanden Rundlingsdörfer, fruchtbarer Boden förderte Ackerbau und Viehzucht. Der Reichtum häufte sich, das lockte die Wikinger an. Die sagenhafte Jomsburg soll sich hier befunden haben. Mit den Geschichten um die Burg ist die Sage um das versunkene Vineta verbunden. Kein Geringerer als der Arzt Rudolf Virchow sprach von Wollin als Vineta. Der Mediziner beteiligte sich sogar an Ausgrabungen auf der Insel.

Dänen, Polen, Deutsche und Schweden kämpften um die Vorherrschaft auf Wollin. Im 12. Jahrhundert war die Christianisierung erfolgt. Deutsche Ritter beherrschten das Land.

Um 1400 trieben Seeräuber um Wollin ihr Unwesen. Nicht nur Klaus Störtebecker soll hier zugange gewesen sein, auch Stina, seine Gefährtin, fuhr mit einer eigenen Schar aufs Meer hinaus. Sie wurde gefangen und soll im Gardno, einem See auf der Insel Wollin, ertränkt worden sein. Im Dreißigjährigen Krieg soll Wallenstein auf der Insel gewesen sein. Später fiel die Insel an Preußen. Unter Friedrich II. erfolgte eine Strukturierung des Gemeinwesens: Schulen wurden gebaut, Hafenbau, Land- und Forstwirtschaft gefördert, das Stettiner Bruch trockengelegt. Doch dann folgte die Besetzung durch die Armee Napoleons. Erst nach der Völkerschlacht bei Leipzig und Jena lebte die Insel wieder auf. Seit 1871 war sie Teil des Deutschen Reiches. Seit dem Zweiten Weltkrieg gehört Wollin zu Polen.

Video: Die polnische Ostseeinsel Wollin

Sehenswürdigkeiten auf der Insel

Wollin bietet Ihnen Sehenswürdigkeiten unterschiedlicher Art. Ganz nach Interesse können Sie sich der Natur, architektonischen oder historischen Themen widmen. Der Nationalpark Wollin erstreckt sich über 10.940 Hektar. Vogelschutzgebiete am Swine-Delta und am Stettiner Haff, Teile der Steilküste, die berühmten Buchenwälder und viele Seen bieten seltenen Vögeln, Tieren und Pflanzen Raum. Seit 1960 werden sie als Nationalpark geschützt.

In der Stadt Wollin finden Sie ein Heimatmuseum, das Sie mit Land, Geschichte und Gebräuchen vertraut macht. Gleich daneben steht das Rathaus der Stadt, ein neogotischer Bau aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Nikolaikirche erreichen Sie ebenfalls fußläufig.

Spannend wird es bei einem Besuch im archäologischen Freilichtmuseum. Lebendiges Dorfleben umgibt Sie. Angestellte in historischen Trachten bevölkern die 27 Hütten und führen Gewerke vor, wie sie früher in einer Slawen- und Wikingersiedlung ausgeübt wurden. Für Familien ist das Museum ein Must-see. Es kann viel selbst gemacht werden und en passant erhalten die Kinder einen anschaulichen Einblick in die Vergangenheit.

Freunde der neuzeitlichen Geschichte sollten die Batterie Vineta besichtigen. Der Bunkerkomplex wurde Ende der 1930er Jahre von den Deutschen erbaut und nach 1945 zur geheimen Kommandozentrale der Polnischen Armee. Es entstand eine unterirdische Stadt mit Telefonzentrale, Salons und Kasino.

Urlaub an der Polnischen Ostsee aktiv und entspannt gestalten

Vor allem ist Wollin für seine Strände berühmt. Von Usedom gelangen Sie per Fähre nach Swinemünde. Kaiser Wilhelm II. war hier oft zu Gast. Die längste Strandpromenade Europas verbindet die traditionsreichen Seebäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin mit Swinemünde. Der breite Sandstrand mit seinem schmalen Waldstreifen, der ihn von der berühmten Promenade trennt, begeistert viele Urlauber.

Misdroy zählt zu den berühmtesten Badeorten an der Ostsee. Geliebt wurde er auch von der Kinderbuchautorin Magda Trott, die hier bis 1945 lebte.

Wisełka ist ein kleiner Badeort, der für seinen Leuchtturm berühmt ist. Das ehemalige Neuendorf gilt immer noch als Geheimtipp. Es ist in der Hauptsaison nicht ganz so überlaufen.

In West Dievenow können Sie nicht nur am Strand entspannen, sondern sich auch an der reizvollen Bäderarchitektur erfreuen und die Kormorankolonie besuchen.

Mit dem Rad und zu Fuß erobern Sie die Insel mit ihrer reizvollen Landschaft und haben so auch in der kühleren Jahreszeit viele Möglichkeiten, Ihren Urlaub auf Wollin zwischen Heidebrink und Osternothafen zu genießen.

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